Leserbriefe : Der kleine Mann ist mal wieder der Dumme

Zu den Tarifverhandlungen

mit den Lokführern

Es kann doch wohl nicht angehen, dass die Lokführer weiterhin auf ihre überzogene Forderung (31 Prozent mehr Lohn) pochen und die Vorsitzenden der Bahn damit quasi erpressen! Ist das legitim? Da könnte doch jeder hergehen und seinem Arbeitgeber drohen, nur weil dieser seinen Forderungen nicht nachkommt! Der kleine Mann ist und bleibt bei alledem wieder der Dumme und weiß letztlich nicht mehr, wie er seinen Arbeitsplatz überhaupt noch erreichen soll! Entweder muss die verlorene Zeit nachgearbeitet werden, oder es werden Lohn bzw. freie Tage gestrichen! Das kann es doch wohl nicht sein, oder? Es ist einfach traurig, dass man inzwischen Angst davor haben muss, seinen Arbeitsplatz wegen der Streiks bei der Bahn zu verlieren!

Was können die Kunden der Bahn dafür, dass die Lokführer nach deren Ansicht nicht genug verdienen? Die Fahrpreise sind ja wohl inzwischen hoch genug, obwohl der Service im Nah- und Fernverkehr immer mehr nachlässt!

Sandra Hausmann, Essen

Es ist völlig legitim, dass die Lokführer mit ihrer immensen Verantwortung für unzählige Leben mehr Geld fordern und dafür notfalls auch streiken. Ein Lokführer, der in drei Schichten ohne jeglichen Rythmus arbeitet und dafür mit 1900 bis 2100 Euro brutto nach Hause geht, ist ungleich höher belastet, als ein Angestellter in der Verwaltung mit einer geregelten Fünftagewoche. Das muss sich endlich auch bei der Entlohnung widerspiegeln. Dass andere unter Streiks bei der Bahn leiden, ist zwar nicht schön, lässt sich aber wohl nicht vermeiden. Streiks sind nun einmal das einzige Druckmittel, das Arbeitnehmer haben, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Andreas Schulz, Berlin-Marienfelde

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