Leserbriefe : Der Steuerzahler spart

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Betrifft: „Lebenslang versorgt“ vom 23. Oktober 2002

Es ist falsch, dass die Bezüge von Beamten „nach dem Senioritätsprinzip alle zwei Jahre angehoben“ werden. Das hat die CDU/CSUgeführte Bundesregierung bereits in der vorletzten Wahlperiode gesetzlich verändert: Dies gilt bei Beamten nur noch zu Beginn der Karriere. Bei Angestellten, das stellen Sie richtig dar, wurde dieses System von den Tarifpartnern noch nicht verändert.

Mit der Kritik an der 13. Pension der Beamten wird unterstellt, dass Rentner kein „Weihnachtsgeld“ bekommen. Auch das ist falsch: Grundlage der Rente ist das gesamte Jahresgehalt inklusive Urlaubsgeld und 13. Gehalt. Die Gesamtsumme wird allerdings in zwölf Monatsraten ausgezahlt. Bei Beamten dagegen bleibt es, wie in der aktiven Zeit, bei 13 Zahlungen. Vielleicht sollte man auch hier dazu übergehen, die Jahressumme in zwölf statt in 13 Raten zu zahlen.

Beim Prinzip der Beihilfe zur Absicherung der Krankheitskosten übersehen Sie den Vorteil: Der Dienstherr muss nur dann zahlen, wenn Kosten anfallen. Für die restlichen 50 Prozent des Risikos kann sich der Beamte privat versichern. Bei Angestellten hat der Dienstherr (Steuerzahler) dagegen Monat für Monat die 50 Prozent des Krankenversicherungsbeitrages zu finanzieren. Ansgar Hollah, Berlin-Wittenau

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