Leserbriefe : Der Therapiefreiheit droht das Ende

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„Ärzte im Streik“ vom 6. Februar 2006

Den Mitgliedern der großen Koalition scheint nicht bewusst zu sein, welchen Schaden sie anrichtet, wenn das „Malus-Bonus-Gesetz“ zur Arzneimittelversorgung nächste Woche im Bundestag verabschiedet wird.

Derjenige Arzt, der seine Patienten nach besten Wissen und Gewissen dem jeweiligen Krankheitsbild behandelt, wird bei Überschreitung seines Medikamentenbudgets ohne Rechtfertigungsmöglichkeit automatisch mit seinem Privatvermögen haften. Das ist das Ende der Therapiefreiheit und führt zur Implementierung einer menschenverachtenden Staatsmedizin, die unweigerlich zu einer Unterversorgung der finanziell ungerechtfertigt hoch belasteten Patienten führen wird.

Dr. med. Charles Woyth,

Berlin-Wittenau

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