Leserbriefe : Der Westen ist schuld

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Betrifft: „Die Renten sind sicher“ im Tagesspiegel vom 14. September 2002

Wenn Sie schreiben, Rentner im Osten wohnten „noch deutlich weniger in eigenen Immobilien“, so kann sich dies doch erst in Generationen ändern (da ja auch eine entsprechende Erbengeneration fehlt).

Und der Vorwurf, es liege „in erster Linie an den Senioren“, dass vor zwanzig, dreißig Jahren zu wenig Kinder geboren wurden, so trifft dies fast ausschließlich die „Wessies“. In der DDR hatten alle meine Freunde so auch ich drei oder mindestens zwei Kinder. Es gab genügend fast kostenlose Kindergärten mit pädagogischem Personal. Nur in Westdeutschland – als familienfeindlich bekannt – konnten sich viele Familien Kinder nicht leisten.

Es besteht also ein Unterschied in Ost und West, nicht zuletzt im Rentenniveau, wo sogar unsere Kinder und Enkel aufgrund niedrigerer Gehälter und Einkünfte eine geringere Altersversorgung erhalten, als ihre Kollegen im Westen.

Was Sie darstellen, ist das seit Jahrzehnten Versäumte, das so nicht auf die Ostrentner zutrifft, die aber gleich betroffen davon sind.

Gerhard Rosenberg, Berlin-Karow

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