Leserbriefe : „Die Anschuldigungen stimmen nicht“

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In einem Brief, der dieser Zeitung vorliegt, verteidigt Ernst Weltekes Sohn Hans (28), der mit seiner Freundin Elisabeth ebenfalls die SilvesterNacht 2001/02 im Berliner Hotel Adlon verbrachte, seinen Vater gegen öffentliche Vorwürfe. Der Tagesspiegel veröffentlichte in der Sonnabend-Ausgabe Auszüge aus dem Schreiben und dokumentiert heute den zweiten Teil der Zuschrift:

Mein Vater hatte in letzter Zeit häufiger an der Politik der Regierung Kritik geübt. Meinungsverschiedenheiten gab es auch über die Verwendung der Goldreserven der Bundesbank, da besonders mit dem Bundesfinanzminister Hans Eichel. Neuer Bundesbankpräsident könnte Caio Koch-Weser werden, der jetzige Staatssekretär von Hans Eichel. Der Vertrag meines Vaters läuft in etwas über drei Jahren ab. Kurz nach den nächsten Bundestagswahlen. Wenn die Wahlen für die SPD verloren gehen würden, wäre der nächste Bundesbankpräsident der CDU nahe stehend. Sollte jetzt der Bundesbankpräsident abgelöst werden, bekommt der neue Präsident einen neuen Acht-Jahres-Vertrag! In Berlin wird gemunkelt, dass der jetzige Bundesfinanzminister eine Kabinettsumbildung „nicht überleben“ würde. Der Bundeskanzler kann es sich aber nicht leisten, in kurzer Zeit zwei Finanzpolitiker, auch noch beide aus Hessen, „abzuschießen“. „Fliegt“ der andere aber vorher, ist der Posten des Bundesfinanzministers vorerst sicher. In einigen Zeitungen stand, dass es im Vorstand der Bundesbank eine sehr knappe Entscheidung für den Präsidenten gegeben hat. Erstens, die Sitzungen des Vorstandes der Deutschen Bundesbank sind geheim und finden in einem abhörsicheren Raum statt. Zweitens war die Abstimmung nicht knapp, sondern das Gegenteil (für den Präsidenten)!

Inzwischen wurden angeblich weitere Einladungen des „Party-Präsidenten“ bekannt. Die Bundesbank hat diese Anschuldigungen bestritten und wird es auch weiterhin tun, da sie nicht stimmen.

Hans Welteke, Oberursel

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