Leserbriefe : Die Cap Anamur fischt in trüben Gewässern

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„Italien verhaftet den Chef von Cap Anamur“ vom 13. Juli 2004

Das CapAnamur-Schiff rettete Afrikaner aus Seenot. Da die Cap Anamur immer schon, seit Vietnam, unterwegs ist, um Flüchtlinge zu retten und nach Deutschland (oder Europa) zu bringen, wäre es da nicht sicherer, gleich in Bengasi, Algier oder Casablanca anzulegen, die Flüchtlinge, die nach Europa wollen, trockenen Fußes aufzunehmen, anstatt erst per Zufall auf See? Wie viele müssen noch ertrinken, um diese bessere Lösung zu finden? Falls diese Flüchtlinge es noch nicht wissen sollten, muss man ihnen eben sagen, die Papiere wegzuwerfen und ein Krisengebiet als Heimat anzugeben. Dann sind sie sicher, denn acht bis zehn Instanzen sichern 20 Jahre Aufenthalt.

Silvia Klotz, Berlin-Zehlendorf

„Ministerin rügt Italien wegen Cap Anamur“ vom 16. Juli 2004

Es gibt angesichts der Berichterstattung über die Vorgänge der Cap Anamur eine Auffälligkeit, die ins Auge springt. Kaum jemand stellt Fragen.

Warum waren an Bord nur Männer? Woher kommen diese Menschen wirklich? Was sind deren wahre Motive? Warum und in welchem Auftrag fährt die Cap Anamur in afrikanischen und nicht z.B. in asiatischen oder arabischen Gewässern? Wer instruiert diese Afrikaner, einen Asylantrag für Deutschland zu stellen, obwohl sie in Italien „gestrandet“ sind? Wer und was steckt in Wahrheit dahinter? Wer lügt da warum? Claudia Roth, Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, spricht ohne Kenntnis der genauen Umstände von Tragödie.

Lothar G. Kopp, Sinzheim

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