Leserbriefe : Die Erfinder des neuen Busnetzes fahren offenbar Dienstwagen

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„Höhere Preise durch zu viel BVGKomfort“ vom 6. Januar 2005 und „Immer Ärger mit den Buslinien – gestrichen, gekappt oder ausgedünnt“ vom 23. Dezember 2004

Trotz Flutkatastrophe möchte ich noch den Ärger über die Umstellung der BVG-Buslinien loswerden: Ich arbeite am Hahn-Meitner-Institut in Wannsee und fahre immer mit dem ÖNV. Seit dem Fahrplanwechsel fährt „unser“ Bus 318 im 40-Minuten-Takt! Ein solcher Service ist mir sonst in ganz Berlin nicht bekannt. Abgesehen von den vielen Unbequemlichkeiten für uns selbst (überfüllter Bus, lange Wartezeiten,....) hinterlässt das auch einen sehr negativen Eindruck über die deutsche Hauptstadt und ihren Service bei Besuchern. Besonders unseren oft internationalen Gästen, ja selbst Schulklassen, die uns besuchen wollen, ist es schwer vermittelbar, warum wir so schlecht angebunden sind.

Judith Peters, Berlin-Zehlendorf

Ich bin 88 Jahre alt, schwerbehindert und regelmäßig auf die Nutzung der Linie 110 angewiesen. Mit der Fahrplanumstellung wurde die Direktverbindung Zehlendorf - Kurfürstendamm gestrichen. Arztbesuche werden mühsam. Vielleicht muss ich mich noch im hohen Alter nach einer Fahrgemeinschaft umsehen! Oder wir Senioren müssen uns zusammenschließen, um gegen die „Diskriminierung“ zu protestieren.

Kurt Dietrich, Berlin-Dahlem

Was die BVG ihren Kunden seit dem 12. Dezember zumutet, ist eine Frechheit. Es ist anzunehmen, dass diejenigen, die für das neue Busnetz verantwortlich sind, die öffentlichen Verkehrsmittel nie in Anspruch nehmen, sondern mit dem (Dienst)Wagen fahren. Berlin - eine Metropole? Denkste. Tiefe Pampa

Anne Rudolf, Berlin-Zehlendorf

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