Leserbriefe : Die Erinnerung bleibt

Zur Schließung des Flughafens Tempelhof

Die Erinnerung an den Flughafen kann mir (Ex-DDR-Bürger) keiner nehmen. Der Flughafen Tempelhof gehört zu den faszinierenden Dingen, die ich leider meiner Tochter nicht mehr so zeigen kann, wie sie mir wertvoll waren.

Dr. Michael Ulrich Füssel, Salzburg

Die Totengräber eines weltweit bekannten Wahrzeichens der Freiheit feiern ihre infantile Starrköpfigkeit und Sturheit, ihren mangelnden Sachverstand, ihre Uneinsichtigkeit und fehlende Lernfähigkeit: Nach historischen Fehlern wie z. B. dem Abriss des Stadtschlosses, des Sportpalasts, des Palasts der Republik, liefert der Flughafen Tempelhof ein trauriges Beispiel einer Gefühlskälte gegenüber der Geschichte und eine unzeitgemäße Wegwerfmentalität von vorhandener und gut funktionierender Infrastruktur.

Meine Wut ist groß, die Hoffnung auf Einsichtigkeit oder eine bessere Regierung, die das Potenzial der Stadt begreift und nutzt, lebt jedoch weiter!

Friedrich Semmer, Berlin-Wannsee

Trotz ungleichem Kampf ist es den Befürwortern im Frühjahr nicht gelungen, die erforderliche Anzahl Berliner auf ihre Seite zu ziehen. Ihre Argumente waren schon damals einfach nicht überzeugend genug. Der Drops Tempelhof ist also gelutscht!

Trotzdem wird mit erstaunlicher Ignoranz gegenüber dem Volksentscheid und mit unverblümter Dreistigkeit immer weiter auf Klaus Wowereit eingedroschen, der doch nur einen alten Beschluss der CDU-Regierung unter Eberhard Diepgen in die Tat umsetzt.

Thomas Krenz, Berlin-Wilmersdorf

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