Leserbriefe : Die Kirchen sind bedroht

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Betrifft: „Vatikan kritisiert Rau“ vom 2. Januar 2004

Kommt das Kopftuchverbot für muslimische Frauen im öffentlichen Dienst? Und müssen dann nicht auch Kruzifix, Kipa und Kutte aus Amtsstuben, Schulen, Kindergärten usw. verschwinden?

Kirchenvertreter reagieren verstört bis empört. Plötzlich sehen sie – nicht zu Unrecht – christlichabendländische Traditionen bedroht. Doch waren und sind es nicht gerade unsere Kirchen, welche die Massenzuwanderung kulturfremder Migranten seit Jahren fördern?

Bürger, die davor warnen, werden von den (zumeist links-liberalen) Zeitgeist-Hirten als Ausländerfeinde und „Rassisten“ geächtet. Nun bekommen die volksfernen Gutmenschen in den Talaren und Soutanen die Auswirkungen zunehmender Überfremdung selbst zu spüren. Christliche Vorrechte stehen zur Disposition. Der Blick aufs laizistische Nachbarland Frankreich lässt die BRD-Geistlichkeit schaudern. Der religiös neutrale Staat rückt näher. Noch ist im „Kopftuchstreit“ das letzte Wort nicht gesprochen. Sollten die Landesregierungen aber keine allseits befriedigende Lösung finden, muss das Bundesverfassungsgericht erneut entscheiden. Die Kirchen sollten da nicht klagen, denn steht nicht geschrieben: „Was der Mensch sät, das wird er ernten“?

Herbert Rauter, Karlsruhe

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