Leserbriefe : Die neuen Post-Automaten packen es noch nicht richtig

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„Tücken der Technik bei der Post“ vom 21. November 2004

Dem Artikel kann ich noch eine Variante an Tücke hinzufügen: Als angemeldeter PackstationKunde sollte meine erste Warensendung, nach Versandbestätigung eines internationalen Versandhauses, unmittelbar nach dem 4. November eingehen. Die Prüfung, dass der Versender DHL als Lieferanten nutzt, war auch erfolgt. Die Tage vergingen mit häufigen Kontrollen, ob das Handy vielleicht defekt sei, weil die erwartete SMS einfach nicht angezeigt wurde. Erst am 10. November, gegen 15.45 Uhr, gab es den ersehnten Klingelton einer SMS. Nichts wie hin zur Packstation!

Es klappte.

Die Station enthielt eine Sendung für mich. Deutlich konnte ich eine ID-Nummer ablesen. Wie von Geisterhand öffnete sich ein Fach. Ich dachte sofort an einen überdimensionierten Adventskalender. Meine Augen müssen geleuchtet haben. Leider nicht sehr nachhaltig.

Das Fach war leer!

Jetzt folgte der erste einer langen Reihe nutzloser, kostenpflichtiger Anrufe bei der „Hotline“ (12 Cent je angefangene 60 Sek. von 7 bis 22 Uhr).

Ich habe mindestens fünf Mal nachgefragt, ohne einen Hinweis zu erhalten, wie nach meiner Sendung gesucht wird. Das nächstgelegene Postamt erklärte sich für nicht zuständig. Erst eine Nachfrage beim Versandhaus ergab, dass das Paket als unzustellbar zurückgelangt war.

Ulrich Stelzner, Berlin-Lichterfelde

Die Packstationen der Post werden von DHL als „neue Freiheit“ angepriesen: Rund um die Uhr können dort Pakete aufgegeben und abgeholt werden – so zumindest die Aussagen in dem Flyer, den DHL an die Haushalte in Berlin verschickt.

Dass dies nicht immer so reibungslos klappt, musste ich vor einigen Tagen erfahren, als ich ein Paket von der Packstation erhielt, das zwar an mich codiert, aber nicht adressiert war.

Anscheinend müssen die Pakete für die Packstation noch einmal mit einem codierten Aufkleber versehen werden, damit die Technik im Innern der Station mit den Paketen klarkommt; in meinem Fall trug das Paket meinen Namen codiert,den eigentlichen Empfänger aber uncodiert im Anschriftsfeld.

Resultat: Ich habe ein Paket, das mir nicht gehört, und das Paket, auf das ich warte, ist schon längst wieder beim Versender als „retour“ zurück. So war die „neue Freiheit“ mit erheblichen Umständlichkeiten erkauft: Anruf beim Kundenservice der Packstation, Übergabe des Postpaketes, Anruf beim Versender mit der Bitte um Neu-Zusendung.

Interessant auch, dass beim Gespräch mit dem Kundenservice von DHL die Anzahl der Beschwerden des Kunden vor der Bearbeitung der Beschwerden abgefragt wird.

Zumindest beim telefonischen Kundenservice dürfte man also keine Angst haben, Arbeitsplätze abbauen zu müssen.

Thomas Kampling, Berlin-Schöneberg

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