Leserbriefe : Die Schaffung von Arbeitsplätzen muss sich rentieren

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Betrifft: Unrealistische Forderung der Politik an die Unternehmer

Kein Unternehmer hat den vordringlichsten Wunsch, Arbeitsplätze zu schaffen. Er will mit möglichst wenig Personal- und Materialkosten den größten Gewinn erzielen. Das lernt jeder Student der Betriebswirtschaft schon in der ersten Woche. Wenn im Gegensatz dazu umsatzunabhängig tätige Politiker aller Couleur stets Arbeitsplätze fordern, so geht das an der betriebswirtschaftlichen Logik vorbei. Es würde sehr leicht fallen, zwei Millionen Unternehmen mit richtiger Wirtschafts- und Steuerpolitik zu motivieren. Stellten sie nur je zwei Arbeitslose ein, wäre das Problem gelöst.

Außerdem müssen die Anleger befriedigt werden, und die erwarten Gewinnsteigerungen. Wenn die Mehrung kostenverursachender Arbeitsplätze nur das soziale Image hebt, schlägt sich das nicht positiv in den Aktienwerten nieder, im Gegenteil.

Wer unwirtschaftliche Arbeitsplätze um jeden Preis schaffen will, muss eine andere Republik wollen. Die Langzeit-Studie „DDR“ hatten wir schon einmal.

Meinrad Müller, Grafrath

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