Leserbriefe : Die Sozialdemokratie besinnt sich auf ihre Wurzeln

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Betrifft: Die Reformagenda von Bundeskanzler Schröder

„Fortschritt besteht wesentlich darin, fortschreiten zu wollen", philosophierte einst der römische Dichter Lucius Annaeus Seneca (4 v. Chr. – 65 n. Chr.). Ob die SPD hierzu die nötige Kraft aufbringt, ohne vorzeitig die Puste zu verlieren, wird sich in den kommenden Wochen und Monaten zeigen. Die Annahme weiter Teile der so genannten Agenda 2010 ist zumindest ein erster Silberstreif am ansonsten trüben deutschen Horizont. Die SPD scheint sich damit wieder auf ihre politischen Wurzeln zu besinnen. Die Urväter der Partei um August Bebel und Ferdinand Lasalle sahen ihre politische Maxime bekanntlich darin, die Gesellschaft an vorderster Front sozialgerecht zu modernisieren.

Die erklärten parteiinternen Kritiker der Agenda 2010 hingegen denken rückwärts gewandt und stellen sich auf die Seite großer und kleiner Besitzstandswahrer – im Prinzip genau das Gegenteil sozialdemokratischer Politik!

Rasmus Ph. Helt, Hamburg

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