Leserbriefe : Die Streiks im öffentlichen Dienst

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„Der Arbeitskampf beginnt bei der Müllabfuhr“ vom 7. Februar 2006

Die Streiks im öffentlichen Dienst entbehren jeder Grundlage. Sie sind ein Schlag ins Gesicht von über 5 Millionen Arbeitslosen. Die Mehrheit der Arbeitslosen würde sicherlich gerne 40 Stunden in der Woche arbeiten, wenn es nur Arbeit für sie gäbe. Die Gewerkschaften sollten lieber versuchen, Arbeit in diesem Land zu schaffen, statt zu Streiks aufzurufen.

Adolf Sibberns, Berlin-Charlottenburg

Ausgerechnet der öffentliche Dienst mit seiner leistungsfeindlichen Arbeitsplatzgarantie streikt wegen der Einführung der 40-Stunden-Woche, während diese Regelung in der Wirtschaft bereits eingeführt ist. Dabei wäre dies nur ein kleiner Sparbeitrag, viel wichtiger ist es, den öffentlichen Personalaufwand drastisch zu reduzieren. Viele Verwaltungsstellen sind erheblich überbesetzt und behindern nur die wirtschaftliche Entwicklung. Hier könnten Milliardenbeträge eingespart werden. Dazu kommt auf den Staat in der öffentlichen Altersversorgung eine Lawine zu, deren Finanzierung, wie heute schon erkennbar, niemals möglich sein wird. Dabei drängt sich die berechtigte Frage auf, warum denn beispielsweise das Gesundheitswesen, die städtischen Versorgungsbetriebe oder das Unterrichtswesen in öffentlicher Hand sein sollen. Sie nehmen alle keine hoheitlichen Aufgaben wahr. Diese Aufgaben würden billiger und viel effektiver durch die private Hand wahrgenommen.

Herbert Gaiser, München

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