Leserbriefe : Die Verbraucher werden weiter geschröpft

„Der Quark um die Milch“

von Ursula Weidenfeld vom 31. Juli

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Kommentar. Als einzige von den vielen, zum Teil unerträglichen medialen Meinungen dazu spricht er ein zentrales Problem, nämlich die EU-Agrarsubventionen, insbesondere die Exporterstattungen, an. Ja, es ist notwendig und jetzt eine gute Gelegenheit, über das EU-Subventionssystem zu diskutieren. Schließlich darf nicht übersehen werden, dass unsere Landwirtschaft nicht nur in hohem Maße die Umwelt schädigt, sondern den Verbrauchern wegen der Abschottung vom Weltmarkt auch viel höhere Preise als notwendig zumutet.

Die Verbraucher zahlen doppelt: Subventionen über Steuern und an der Ladenkasse.

Thilo Bode, Geschäftsführer

Foodwatch e. V., Berlin-Mitte

„Regierung empört über den Milchpreis“ vom 31. Juli

Vollmundig hatten die Politiker bei ihrer umstrittenen Mehrwertsteuererhöhung erklärt, es werde bei den Lebensmitteln keine Teuerung geben. Denkste, aber schuld sind immer nur die anderen, jetzt die EU, und man will es nicht für möglich halten, nun sind es auch die Chinesen, sie machen unsere Milch zum teuren Käse oder beides.

Trotz des Aufschwungs und der zunehmend sinkenden Arbeitslosenzahl machen diese permanenten Preiserhöhungen den Bürger mürbe und wütend. Mieterhöhung dank neuem Mietspiegel, steigende Stromkosten, Abzocke bei den Autofahrern, sei es bei schon unverschämten Parkgebühren, allerlei Vignetten, um überhaupt die Stadtmitte erreichen zu können, nicht nachvollziehbare und unbegründete Benzinpreiserhöhungen zur Urlaubszeit, und jetzt sind die umweltbewussten Bürger dran, auch Biodiesel wird dem normalen Kraftstoffpreis laut Gerichtsbeschluss angepasst.

Man kommt nicht mehr zum Luftholen, denn schon wieder kündigen sich weitere Preiserhöhungen an beim Brotkauf und den Süßigkeiten. Dreist werden auch noch schnell sämtliche Fleischprodukte erwähnt, wenn schon, denn schon. Das Maß ist voll!

Udo Mürdter, Berlin-Wittenau

Ob die Regierung empört ist oder in China ein Mehlsack umfällt, ist doch gleichgültig. Wir werden weiter geschröpft, und die Bauern bekommen von der Preiserhöhung gar nichts ab. Bis das Kartellamt hier etwas nachweisen kann, gibt es längst neue Preiserhöhungen auf anderem Gebiet.

Regina Kröning, Berlin-Spandau

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