Leserbriefe : Egoisten sind nicht zu überzeugen

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„Gehag-Mitarbeiterin lehnte Familie als Mieter ab“ vom 3. April 2006

Der Artikel beschreibt sehr genau das Problem unserer Gesellschaft. Im grenzenlosen materiellen Egoismus hat man sich bequem in der Kinderlosigkeit arrangiert, die Geräusche spielender Kinder, manche sagen Lärm dazu, werden als Zumutung empfunden. Das Benutzen von Rasenflächen ist mit Kosten verbunden, die man den Mietern nicht zumuten kann oder mag. So lange diese Mentalität in unserer Gesellschaft vorherrscht, kann man das Kindergeld verdoppeln, Kitaplätze kostenlos machen und die Ganztagsschule einführen, es wird sich nichts ändern. Egoisten sind damit nicht zu überzeugen.

Matthias Heinrich, Kleinmachnow

Ich weiß nicht, ob ich, Mieter bei der Gehag, mich für dieses Verhalten schämen soll (als Mitbürger wohl sicher für die allgemeine Kinderfeindlichkeit), sicher bin ich stinkesauer! Die Arroganz und Überheblichkeit der Gehag, was ihre „Fürsorge“ für ihre Mieter angeht, ist schon eindrucksvoll: Gehag liefert Strom, Versicherungen, diverse Angebote und, vor allem, richtig hohe Mieten, entsprechend den Renditeerwartungen ihrer Eigentümer. Fernwärme wollen wir nicht, menschliche Wärme, incl. Kinderliebe, viel eher …

Georg v. Boroviczény,

Berlin-Zehlendorf

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