Leserbriefe : Ein letztes Tabu

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Betrifft: „Rürup ringt um Worte“ im Tagesspiegel vom 25. April 2003

Ein wichtiger Aspekt der Rentenproblematik wird offensichtlich aus Gründen der „political correctness“ von fast allen Kommentatoren ignoriert: Wenn ein Volk es ganz in Ordnung findet, dass „unerwünschter“ Nachwuchs rechtzeitig vor der Geburt – in aller Regel auf Kosten der Allgemeinheit (Krankenkasse oder Sozialhilfe) – getötet werden darf, braucht es sich über fehlende Beitragszahler nicht zu wundern. Allein in der alten Bundesrepublik dürften seit der „Liberalisierung“ der Abtreibungsgesetze im Jahre 1976 nach seriösen Schätzungen Hunderttausende Ungeborene getötet worden sein. Da fast alle Parteien diese Fehlentwicklung ermöglicht haben, haben wir es mit einem der letzten Tabus zu tun.

Edgar Hügel, Grefrath

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