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Leserbriefe : Ein nicht ministrabler Minister

14.03.2010 00:00 Uhr

Zur Berichterstattung über Außenminister Guido Westerwelle

FDP-Chef Guido Westerwelle hat sich als Außenminister selbst desavouiert. Das Außenministerium ist kein Familienunternehmen der Familie Westerwelle oder eine Spielwiese für FDP-freundliche Manager und für Lebenspartner, die ihre Geschäftskontakte im Beisein des Außenministers international ausweiten wollen. Ministrabel ist Guido Westerwelle auf Dienstfahrten als Außenminister nie gewesen. Der FDP-Chef ist amtsuntauglich und sollte im Interesse der Reputation Deutschlands in der Welt von seinem Amt als Außenminister zurücktreten. Mit diesem Rücktritt wird weiterer Schaden vom Amt des Außenministers abgewendet.

Sein ehemaliger Parteifreund Jürgen Möllemann musste schon aus einem viel geringeren Grund zurücktreten. Wegen der „Briefbogenaffäre“ musst er als Bundeswirtschaftsminister 1993 sein Amt zur Verfügung stellen, weil auf Briefbögen seines Ministeriums für ein Produkt eines angeheirateten Vetters geworben wurde und zwar für einen Kunststoffchip, der in Einkaufswagen benutzt wird.

Albert Alten, Wernigerode

Was für ein rührendes, zu Herzen gehendes modernes Märchen wird uns da präsentiert: Nicht die Mehrung anstrengungslosen Wohlstands des Westerwelle-Clans bestimmt die Zusammensetzung seiner Reisebegleiter, vielmehr hat ein fürsorglicher Staatssekretär und ehemaliger Büroleiter, die Unbedarfheit seines Ministers in außenpolitischen Fragen zutreffend einschätzend, diesen mit selbstlosen Helfern umgeben, die teilweise sogar auf eigene Kosten den Lehrling begleiten und vor allzu peinlichen Auftritten schützen. Die Lüge hinter einer für das eigene Lager nicht eben schmeichelhaften Wahrheit zu verstecken, ist ohne Zweifel raffiniert. Man darf gespannt sein, ob die Rechnung aufgeht. Hans-Ulrich Koormann,

Berlin-Lichtenberg

Da die FDP mit rund 15 Prozent Wählerstimmen gewählt worden ist, hat sie rechnerisch 85 Prozent der Wähler gegen sich. In diesen 85 Prozent stecken massive Interessengruppen, die für ihre Klientel auch sachfremd und auffallend emotional agitieren. Deswegen hat es die FDP und ihr Vorsitzender Westerwelle schwer, ihre betont rational eingestellte Politik durchzusetzen. Zum Nachteil einer von Rationalität getragenen und meiner Meinung nach absolut notwendigen Politik, meine ich. Erhardt-Josef Hofstetter, Rastatt

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