Leserbriefe : Ein redlicher Kandidat

„Große Koalition der Kritik an Steinmeier“ von Matthias Meissner, Rainer Woratschka und Christian Tretbar vom 3. August

Das Versprechen Steinmeiers, bis 2020 vier Millionen neue Jobs zu schaffen, klingt nicht nur, sondern ist auch in dieser Größenordnung illusionär. Helmut Schmidt schreibt in seinem Buch „Außer Dienst“: „Ein Politiker, der gewählt werden will, muss sich den Wählern möglichst angenehm darstellen. Wenn er ihnen seine Absichten, sein Programm oder seine bisherige Leistung darlegt, gerät er unvermeidlich in die Gefahr der Übertreibung. Viele der von Hoffnung getragenen Versprechungen wird er später nur zum Teil erfüllen können …“

Siegfried Kleinhans,

Berlin-Siemensstadt

Man merkt, dass Wahlkampfzeit ist: Alle schimpfen über SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier wegen seines Ziels, vier Millionen Arbeitsplätze zu schaffen. Es handelt sich dabei wohlgemerkt um ein Ziel – nicht um ein Versprechen! Ganz abgesehendavon, dass auch Herr Pofalla von der CDU vor nicht allzu langer Zeit bereits von Millionen neuen Arbeitsplätzen in den Bereichen klimafreundliche und energiesparende Produkte und Technologien gesprochen hat – das Ziel der Vollbeschäftigung und die Schaffung neuer Arbeitsplätze zu haben, ist mehr als redlich! Und durchaus nicht unrealistisch, wenn man den gesteckten Zeitrahmen sieht: Packen wir’s an! Ich bin übrigens kein SPD-Wähler.

Andreas Bock, Berlin-Schöneberg

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben