Leserbriefe : Entmachtung durch Gewerkschafter

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„Die VWAffäre trifft auch die IG Metall“ vom 18. Juli 2005

Herr Huber spricht über die 60 000 Betriebsräte, als hätten diese sich den Weisungen der Gewerkschaftszentrale zu unterwerfen. Diese Darstellung entspricht wohl den heutigen Verhältnissen, aber leider nicht den ursprünglichen Absichten, die zum Betriebsverfassungsgesetz geführt haben. Gedacht war an die Mitbestimmung innerhalb einer betrieblichen Gemeinschaft. Das Bundeskartellamt ist aufgerufen zu überprüfen, ob diese Machtenteignung durch die Gewerkschaftsfunktionäre zulässig ist. Der bundesweite Filz auf der Ebene der Aufsichtsräte durch betriebsfremde Interessen vertretende Gewerkschaftsfunktionäre und Bankenvertreter verträgt sich nicht mit einer Marktwirtschaft, die auf eine Dezentralisierung der Macht gerichtet ist.

Dr. Kurt Lubasch, Berlin-Wilmersdorf

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