Leserbriefe : Erinnern und Bekennen

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Betrifft: „Nur Zukunft hilft gegen Vergangenheit“ vom 19. Oktober 2003

Krieg und die Folgen eines Weltkrieges sind für alle Zeiten zu verhindern und sollten gegenwärtig und für die Zukunft als Erinnerung jederzeit, sowie für jedermann in der Öffentlichkeit sichtbar sein. Eine Gedenkstätte Flucht, Vertreibung und Aussiedlung in Berlin, der geschichtsträchtigen Stadt, ist der richtige Ort, wo die Folgen des Krieges dargestellt werden können. Das Kriegsfolgenbereinigungsgesetz ermöglicht weiterhin die Aufnahme von Aussiedlern in Deutschland.

Nachdem die Verträge der guten Nachbarschaft geschlossen, die Zweiplus-Vier-Gespräche beendet, die Verträge der EU-Ost-Erweiterung unterzeichnet wurden, sind Menschenrechte und die Menschenwürde nicht nur von den politisch Verantwortung Tragenden in Deutschland, sondern auch in den Beitrittsländern unter dem europäischen Gesichtspunkt zu sehen und zu beachten.

In der Erinnerung und im Bekennen zur Geschichte liegt die Zukunft Europas und ist ein konstruktiver Beitrag zur Verständigung und zum Frieden.

Hans-Jürgen Czyborra, Köln-Dellbrück

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