Leserbriefe : Erinnerungen an Diepgen

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Betrifft: „Berliner, das ist auch euer Protest“ von Eberhard Diepgen am 30. November 2003

Das Fraternisieren Eberhard Diepgens mit den gegen schlechte Studienbedingungen protestierenden Studierenden in dem im Tagesspiegel abgedruckten Text ist unerträglich.

Diepgen baut entweder darauf, dass bereits in seiner Amtszeit alle NachschlagArchive für Studierende weggekürzt wurden, oder er geht davon aus, das jene, die gegen schlechte Studienbedingungen protestierten, als er noch Regierender Bürgermeister war, die Stadt verlassen haben. Beides ist zum Teil richtig, Diepgen sollte aber nicht darauf zählen, das seine Anbiederung durchgeht. Wir erinnern uns: Diepgens Wissenschaftssenator hieß Anfang der 90er Jahre Manfred Erhardt. Erhardts Pressesprecherin hieß übrigens Monika Grütters – die eloquente Blondine sitzt heute für die oppositionelle CDU im Abgeordnetenhaus und wird dieser Tage beim Kaffee mit Studierenden gesichtet, obwohl sie bereits in den 90ern als Erhardts Einpeitscherin die Idee von Studiengebühren, Rasenmäher-Mittelkürzungen und Studienplatzabbau an den Hochschulen in der Öffentlichkeit zu vertreten hatte.

Christoph Dowe, Berlin-Charlottenburg

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