Leserbriefe : Es gibt kein Wirtschaftswachstum durch Erpressung

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Betrifft: „Stoiber: Alle müssen länger arbeiten“ vom 28. März und „IG Metall nennt SiemensChef ,Arbeitszeitrambo’“ vom 2. April 2004

Liegt dem Teamwork von Wirtschaft und Politik vielleicht ein 3-Stufen-Plan zu Grunde?

1. Stufe (erst Hartz): Massive Verschlechterung der Existenzbedingungen für Menschen, die den Arbeitsplatz verlieren, verbunden mit dem behördlichen Zwang, aggressiv – auch zu Lohndumpingbedingungen – einen neuen Arbeitsplatz zu akquirieren.

2. Stufe (jetzt Stoiber): Arbeitszeitverlängerung – und damit Stundenlohnsenkung für die Noch-Beschäftigten, mit der Wirkung der Produktion weiterer Arbeitsloser zu den Bedingungen nach Stufe 1.

3. Stufe (dann vielleicht Köhler?): Mit dem nun noch vergrößerten Heer der Arbeitslosen die verbliebenen Beschäftigten zu direktem Lohnverzicht erpressen nach dem Motto: „Die Unternehmen brauchen jetzt nicht mehr mit Standortverlagerung zu drohen, denn die ,Billiglöhner’ aus dem eigenen Lande rennen denen ja das Tor ein?“

Was uns sodann als „erfolgreiche Standortsicherungspolitik“ serviert wird? Wirtschaftswachstum lässt sich wohl kaum allein durch Volksverdummung generieren.

Johannes Bard, Goslar

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