Leserbriefe : Fachhochschullehrer sollen seltener in die Lehre gehen

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Betrifft: „Ärger über Bevormundungen“ vom 25. Juli 2003

Nach Ihrem Beitrag über die Sparauflagen für die Berliner Universitäten gehen Sie mit einem Absatz auf die Fachhochschulen ein, der mit „Weniger Lehre, mehr Geld“ überschrieben ist.

Mit solchen plakativen Aussagen suggerieren Sie eine Art „hochschulpolitisches Freibeutertum“ der Fachhochschulen, da Ihre Darstellung aus dem Zusammenhang gerissen ist. Wenn die Fachhochschulen „weniger Lehre“ fordern, muss man wissen, dass das Pflichtvolumen an Lehre von Universitäts Professoren bei acht Semester-Wochen- Stunden (SWS) liegt, bei Fachhochschul-Professoren jedoch bei 18 SWS liegt. Wenn also der Hochschullehrerbund für eine Reduzierung der Lehrbelastung eintritt, dann vor allem deshalb, um die Forderung des Wissenschaftsrates nach mehr anwendungsbezogener Forschung auch umsetzen zu können. Aus diesem Grund benötigen die Fachhochschulen auch zusätzliche Stellen und eine bessere Ausstattung.

Peter Kolbe, Vorsitzender des Hochschullehrerbundes, Landesverband Berlin e.V.

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