Leserbriefe : Falsch beraten

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Betrifft: „Wowereit wehrt sich gegen PolizeiKritik“ im Tagesspiegel vom 11. Mai 2003

Die Stellungnahme des Sprechers des Regierenden Bürgermeisters ist ein Ausdruck politischer Arroganz. Keine Berufsorganisation in der Berliner Polizei hat bis zu diesem Zeitpunkt die heimtückische Ermordung des SEK-Beamten zum Anlass genommen, sich mit diesem tragischen Ereignis zu profilieren. Nur der Pressesprecher des Regierenden Bürgermeisters tut das. Wenn ein „Landesvater“ in einer Zeit, wo alle Kräfte sich gegen die zunehmende Gewalt zur Wehr setzen, trotz mehrerer Möglichkeiten nicht eine nutzt, um durch seine Anwesenheit öffentlich zu zeigen, wie er zu diesem Ergebnis steht, dann hat er falsche Berater oder eine schlechte Erziehung. Welcher Termin kann für einen Bürgermeister wichtiger sein, als das Erweisen der letzten Ehre eines im Dienst ermordeten Polizeibeamten?Peter Krüger, Berlin-Malchow

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