Leserbriefe : Fehl am Platze

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Betrifft: „Seid umschlungen, Millionäre!“ vom 21. Mai 2003

Der medienwirksame Versuch, Ärzte und Millionäre zu verbinden, trifft im Jahre 2003 endgültig daneben. Wenn eine Gesundheitsministerin nicht weiß, dass Jungmediziner immer stärker ausgebeutet werden und der Arzt als Kleinunternehmer von Enteignung bedroht ist, wenn er seine Praxis abgeben will, ist fehl am Platze. Heute ist erkennbar, dass es in Kürze einen Ärztemangel geben wird; wie der Tagesspiegel bereits berichtete, ist das in Brandenburg heute schon so.

Was die Qualität im Gesundheitssystem angeht, haben die einzelnen mündigen Staatsbürger bereits mit den Füßen abgestimmt. Aber über den Menschen als Mittelpunkt unserer ärztlichen Bemühungen redet ja keiner. Von der Qualität unserer Ministerialbürokratie und Gesetzgeber übrigens auch nicht, dabei würde sich das wirklich lohnen.

Dr. med. Axel Goldacker, Hanau

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