Leserbriefe : Fernsehmagazine des RBB stilvollendet

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„Das WiederkäuerTV“ vom 15. August 2004

Joachim Huber verallgemeinert stark in seiner strengen Abrechnung mit den Fernsehmagazinen. Es liegt auf der Hand, dass er mit dieser Methode nicht das ganze Spektrum der Fernsehmagazine erfasst, sondern über solche Magazine spricht, die sich in ihrem journalistischen Stil einer mehr oder weniger starken Boulevardisierung geöffnet haben.

Die Zuschauer öffentlich-rechtlicher Programme in Berlin und Brandenburg wissen, dass es nicht wenige Fernsehmagazine, zum Beispiel im Ersten und im RBB-Fernsehen, gibt, die sich dem „Marketing-Journalismus“ versagen. Und auch dort, wo Betroffene in einem durchaus emotionalen Kontext auftreten, wie zum Beispiel in dem RBB-Magazin „Hauptsache Mensch“, geschieht dies ohne Anbiederung an die bei uns Zuschauern schnell aufkommende Schau- und Sensationslust.

Mehr noch: Kompetente Magazinjournalisten sehen ein, dass nicht jedes Thema im Zeitrahmen eines TV-Magazin-Beitrags seriös zu behandeln ist. Daher hat sich die Redaktion des Wirtschaftsmagazins „WAS“ des RBB-Fernsehens dazu entschlossen, eine monothematische Sendung zu „Hartz IV“ zu machen. Diese lief mit großem Erfolg am 19. Juli. Joachim Huber hat also Unrecht, wenn er behauptet, lebenswichtige Themen wie zum Beispiel „Hartz IV“ würden nur die „besseren Zeitungen“ angemessen behandeln. Der RBB ist jedenfalls entschlossen, seine Informationssendungen nicht zu verflachen.

Ulrich Anschütz, Unternehmenssprecher RBB / Presse & Information

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