Leserbriefe : Freier Eintritt in Museen

„Draußen vor der Tür / Museen erleben

Ansturm am Wochenende“

von Werner van Bebber vom 3. Januar

Ein Museum muss sich „rechnen“? Ein Museum rechnet sich immer, wenn die Menschen, für die es überhaupt da ist, sich dafür interessieren und es besuchen.

Wofür unsere Steuergelder ausgegeben werden, ist doch immer nur eine Frage der Prioritäten. In London ist der Besuch aller öffentlich finanzierten Museen seit Jahren kostenlos.

Nicht nur für Kinder und Jugendliche wäre ein kostenloser Zugang zu den Museen bereichernd: In Berlin gibt es sehr viele Arbeitslose und Geringverdiener. Sie alle sind bestimmt kaum in unseren Museen anzutreffen. Ich weiß, dass es kurze Zeitfenster mit freiem Eintritt gibt, aber die werden gewiss nur von den Bürgern wahrgenommen, die schon interessiert sind.

Seit Jahren betonen Politiker aller Parteien, wie sehr ihnen die Bildung am Herzen liege, wie sehr man sie fördern will. Aber Bildung kostet! Sie „rechnet“ sich nicht kurzfristig im Rahmen von Legislaturperioden.

Marion Clay-Mildner,

Berlin-Schöneberg

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