Leserbriefe : Freizeit gibt’s erst nach der Kindheit

„Der Weg zum Abitur / Schneller lernen, leiden lernen“ von Gerd Nowakowski

vom 22. Januar

Was tun wir bloß unseren Kindern an! Es ist nicht nur so, dass sich die Kinder fragen warum der Vater früher zu Hause ist als sie. Sie fragen sich auch, warum sie dann noch stundenlang Hausaufgaben, Referate und Vorbereitungen für Arbeiten machen müssen. Meine Tochter freut sich daher schon auf den Beruf, dann ist sie oft früher zu Hause und hat endlich mal Freizeit. Leider ist die Kindheit dann vorbei.

Dr. Franziska Fischer,

Berlin-Tempelhof

Als Mutter von mittlerweile zwei Gymnasiasten ist es mir bis heute unverständlich, warum in der Bildungspolitik von „Experten“ so ausdauernd herumexperimentiert wird. Und das auf Kosten der Kinder, der Lehrkörper und der Eltern! Wir werden in der heutigen Zeit immer älter, aber die Adoleszenz soll durch frühe Einschulung und das „Turboabitur“ verkürzt werden.

Leider kommt dabei die Qualität des Lernens zu kurz! Wenn ein Mensch etwas lernt, muss er reflektieren können. Das Gelernte muss verarbeitet werden und/oder als Transferleistung in anderen Bereichen zur Anwendung gebracht werden. Das ist auch für die eigene persönliche Entwicklung wichtig.

Dazu braucht es nur die einfache Formel: Mehr Zeit und mehr Lehrpersonal!

Michaela Häusler,

Berlin-Lichterfelde

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