Leserbriefe : Geldvernichtung

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Betrifft: „Thüringischer Badbetreiber will Tempodrom kaufen“ vom 25. Januar 2003

Die öffentliche Geldvernichtung in Berlin nimmt kein Ende. Die Berliner Bankgesellschaft hat, wie wir wissen, einige zehn Milliarden Euro versenkt. Da traut man sich ja kaum noch auf lächerliche 27,5 Millionen Euro hinzuweisen, die im Tempodrom verzockt wurden. Das Tempodrom ist ein neuer Beweis dafür, dass die öffentliche Hand vollkommen unfähig ist, mit Geld umzugehen.

Das Tempodrom ist ein Bau, der 30 Millionen Euro gekostet hat, und ein Bieter traut sich, gerade mal acht Prozent der Baukosten für dieses neue Gebäude anzubieten. Entweder ist dieses Angebot eine dreiste Unverschämtheit oder es wurden hier 27,5 Millionen Euro öffentlicher Mittel vernichtet. Oder wie soll man es sonst benennen, wenn ein neues Objekt in einer Bilanz mit fast null Wert eingetragen werden muss?

Christopher Reichelt, BerlinCharlottenburg

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