Leserbriefe : Geschmacklose Vorschläge

Zu Finanzsenator Thilo Sarrazin’s

„Speisenplan“ für Hartz-IV-Empfänger

Ich kann mich eigentlich nur den Ausführungen des Herrn Geißler anschließen und unserem Regierenden Bürgermeister empfehlen, die monatlichen Dienstbezüge des Finanzsenators für mindestens ein Jahr auf das Hartz-IV-Niveau abzusenken, damit er lernt was sein Wollen für die Betroffenen bedeutet. Wenn er mit dieser finanziellen Ausstattung klarkommt, will ich mich gerne seinen Überlegungen reumütig anschließen.

Klaus Kiesler, Berlin-Frohnau

Man stelle sich vor, jemand hat Jahre oder gar Jahrzehnte in ein Sozial- und Steuersystem eingezahlt und wurde arbeitslos, vielleicht, weil die Regierenden es versäumten den Standort Deutschland attraktiv zu halten. Dieser nunmehr Arbeitslose gerät in den Strudel der Armutsreform „Hartz IV“.

Nicht nur das er sich den Qualitätsverlust seines Lebens durch unterdurchschnittliche Zuwendungen gefallen lassen muss (er weiß ja, wir müssen alle sparen), bekommt er letztendlich diesen „Speisenplan“ vorgesetzt. Spätestens hier dürfte jedem bewusst werden, dass eine Notwendigkeit besteht die „rote Kelle“ zu zeigen, denn dies hat nichts mehr mit einem Fehltritt zu tun.

Peter Repmann, Berlin-Lichterfelde

Man kann dem Senator durchaus zustimmen, dass das Armutsproblem unserer Gesellschaft vorrangig sozialkulturelle Dimensionen besitzt. Die Menüvorschläge des Herrn Sarrazin sind allerdings so geschmacklos, dass mir eigentlich nur die Forderung nach sofortigem Rücktritt dieses Großverdieners angebracht erscheint.

Lutz Havekost, Trier

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