Leserbriefe : Gleisdreieck für Anwohner offen halten

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Betrifft: „Ein Riesenrad am Gleisdreieck ist möglich“ vom 4. Mai 2004

Zu begrüßen ist die Wiederentdeckung des Bürgers durch Frau Stadtentwicklungssenatorin JungeReyer. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass der Bürger im Poker um „Größer-Weiter-Besser“ nicht mehr gefragt war. Jahrzehntelange Versprechungen und institutionelle Vorgaben zum Einrichten des Gleisdreieck-Parks sind und wurden bis heute den jeweiligen Interessen eines möglichen Investors untergeordnet. Dies führt zu der paradoxen Situation, dass es nunmehr Bürger erster und zweiter Klasse gibt. Die, die sich schon heute den Zugang auf das Gelände exklusiv erkaufen können. Die, die Eintrittsgelder für Golfclub, Entertainment, Riesenrad bezahlen können. Der Bürger „Anwohner“ darf im Gegenzug keinen Fuß auf das Gelände setzen. Stattdessen hat er mit den Negativfolgen eines vom Eigentümer des Gleisdreiecks installierten Gebrauchtwagenhandels zu kämpfen. Wir fordern auf, das Wesen des Geländes und der angrenzenden Kieze nicht weiter durch beliebige Projekte zu zerstören und weitere Planungen mit den Anwohnern zu diskutieren.

Marlies Funk, Heidrun Knief-Schneiker für

die Aktionsgemeinschaft Gleisdreieck, Berlin

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