Leserbriefe : Griechenland ist teuer

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„Segeln zu Pythagoras“ vom 4. Juli 2004

In Ihren ausführlichen Informationen über Griechenland vermisse ich einen Hinweis darauf, dass die Griechen seit der Einführung des Euro jedes Verhältnis zu angemessenen Preisen verloren haben. Man sollte sich eine Reise dorthin gut überlegen und prüfen, ob man bereit ist, in einem xbeliebigen Café folgende Preise zu zahlen: Nescafé: 3,50 Euro, Cappuccino: 4 Euro, Eistee: 3,50 Euro, frischer Saft (0,2 l): 6 Euro, Milchshake: 5 Euro, Martini: 6,50 Euro. Das bewegt sich alles zwischen knapp unter sieben und 13 DM!

Selbst für einen kleinen Ouzo verlangt man 3 Euro, für den klassischen griechischen Kaffee 2 Euro. Ein Fisch von zirka 400 Gramm kostet in einem einfachen Restaurant am Meer 31 Euro, ein Glas Wein (0,1 l) 3,50 Euro. Die Übernachtungspreise sind explodiert, und die kleinsten Dienstleistungen kosten ein Vermögen. Dies alles beobachtet in Monvemvassia auf dem südlichen Peleponnes. Zugegeben: Monvemvassia ist ein (kleines) touristisches Zentrum, aber ähnliche – und in Athen noch schlimmere – Beobachtungen kann man im ganzen Land machen.

Gerhard Schneider-Hirt, Berlin-Wilmersdorf

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