Leserbriefe : Grippe-Impfung: Jeder verträgt sie anders

Zur Berichterstattung über die Schweinegrippe-Impfung

Ich bin jetzt 60 Jahre jung und habe in meinem Leben diverse Impfungen ohne Probleme erhalten. Das ist diesmal anders. Im Gegensatz zu mir hat sich meine Frau in den letzten Jahren immer gegen die „normale“ Grippe impfen lassen. Jedes Mal danach musste sie mit allen hässlichen Grippesymptomen mindestens eine Woche das Bett hüten.

Im Fall der Schweinegrippe sind sich nun aber alle „Experten“ total uneinig. In den USA scheint die Impfung problemlos zu verlaufen. Dort wird für alle der Impfstoff ohne Verstärker eingesetzt. In Deutschland und anderen Ländern ist das anders.

Solange es unterschiedliche Impfstoffe für Bundeswehr, Politiker und das gemeine Volk gibt, vertraue ich auf meine eigenen Abwehrkräfte.

Axel Heyn, Berlin-Lankwitz

Zum Interview mit Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher vom 7. November

Impfen bedeutet Qualifikation und Zusatzausbildung, Beratung, Dokumentation, Zeit und Personalkosten, bedeutet Aufwand, Verantwortung und Haftung. Für die normale Grippeschutzimpfung bekommt der Vertragsarzt derzeit 6,20 Euro, eine Vergütung, die auch nicht annähernd kostendeckend ist, ein Betrag, für den kaum jemand ein Ohrloch sticht. Natürlich werden wir, sobald der Impfstoff gegen die Schweinegrippe da ist, impfen, sagte ich dennoch schon vor Monaten meinen Schwestern, obwohl die Beratung bei der Impfung gegen Schweinegrippe absehbar viel mehr Zeit für die Beratung kosten wird als bei allen anderen Impfungen. Es will der Senat nun für die Impfung gegen die Schweinegrippe nur 5,50 Euro zahlen, für die Zweitimpfung noch weniger. Nun stelle man sich einmal vor, der Senat würde im Sommer, wenn Waldbrände drohen, den Feuerwehrleuten wegen der absehbaren Mehrkosten zuvor das Einkommen herabsetzen. Wie viele würden sich da wohl zu Überstunden melden?

Um Missverständnissen vorzubeugen: Bei Krebs, bei akuten Krankheiten und bei jedem Notfall wird jeder Arzt helfen, ohne über ein Honorar auch nur nachzudenken. Wenn Frau Lompscher bei der Impfung gegen Schweinegrippe, einer viele Monate vorher absehbaren Maßnahme, nun die Schuld für ein löchriges Impfnetz den Ärzten zuschieben will, muss man richtigstellen: Das Problem hat die Senatorin den Berlinern eingebrockt!

Dr. Klaus Günterberg,

Berlin-Mahlsdorf

Ist die Schweinegrippe-Impfung nun sinnvoll oder ist sie es nicht? Sind die Nebenwirkungen der Impfstoffe mit Wirkungsverstärker nun gefährlich oder sind sie es nicht? Wenn sich nicht einmal die Ärzte einig sind, wie soll sich da der unwissende Bürger entscheiden?

Anke Brunner, Berlin-Friedenau

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