Leserbriefe : Häufiger mal wechseln

-

„Die Bachelors kommen“

vom 18. April 2006

Der Bachelorabschluss wird sich durchsetzen. Das gilt vor allem für Fächer, deren Studenten vom Arbeitsmarkt gut nachgefragt werden. Im bisherigen System blieben sie vielfach deshalb ohne formellen Abschluss, weil sie bei Praktika gleich „weggekauft“ wurden. Deshalb scheint mir auch die „Planungspanne“, von der Sie bei der FU Publizistik berichten, für kaum praxisrelevant. Die meisten BA-Absolventen werden sowieso kein Masterstudium anstreben und wenn, dann sollten Masterstudiengänge anderer Fächer (Politikwissenschaft, Geschichte, Soziologie, natur- und technikwissenschaftliche Fächer) eher gewählt werden.

Es ist im Blick auf das Vorbild Nordamerika ohnehin zu empfehlen, nach jeder Graduierung die Hochschule, zumindest aber den Studiengang zu wechseln, und nicht – wie in der Bundesrepublik – vom Studenten über den Absolventen BA, studentische Hilfskraft, MA, PHD, Assistenten, Juniorprofessor und (wo noch vorhanden) Privatdozenten alles an derselben Hochschule zu absolvieren. Solche „Karrieren“ enden normalerweise weder in einem Beruf noch in der „Wissenschaft als Beruf“.

Prof. Hans Bohrmann, Dortmund

0 Kommentare

Neuester Kommentar