Leserbriefe : Hochschul-Rankings bleiben zweifelhaft

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„Was Rankings wert sind“ vom 6. September 2005

Vielen Dank für den informativen Artikel von Tilmann Warnecke. Ist das wirklich wahr? Das renommierte Bielefelder Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) macht seine Rankings nur für deutschsprachige Veröffentlichungen?

Nun versteht man endlich, warum etwa die Wirtschaftswissenschaft der HumboldtUni im letzten CHE-Ranking so schlecht abgeschnitten hat – und warum Plätze, von denen man sonst nicht so viel hört, im Ranking auf einmal ganz vorne lagen. Der Grund ist ganz einfach: In den meisten Fächern sind gute Forscher international orientiert und schreiben fast alles auf Englisch. Wer das nicht tut, findet international kein Gehör und spielt in der zweiten Liga.

Wer im CHE-Ranking vorn liegt, ist also unter Umständen Zweitligist. Abgeschlagen liegen dann neben den ganz schlechten Unis die Spitzenfakultäten. Und mit derart verdrehten Ergebnissen wird in Deutschland Politik gemacht. Ob dahinter wohl Absicht steckt?

Prof. Dr. Albrecht Ritschl, z. Z. University of Pennsylvania, Philadephia /USA

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