Leserbriefe : Hohe Preise, leere Ränge

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„Fans gesucht“ vom 20. Februar

Dass hier nach Ursachen gefahndet werden muss, überrascht mich doch. Wer einen Blick auf das Lohngefüge in Berlin wirft, weiß doch sehr schnell, dass einfach kein Geld mehr für die sich stets verteuerten Tickets vorhanden ist. Da sieht man mal wieder, dass den Verantwortlichen jeglicher Bezug zu denen, welche die Stadien letztendlich füllen sollen, verloren gegangen ist. Hinzu kommen dann die schon angesprochenen Problematiken, die diesen Trend noch verstärken.

Ich kann auch ein konkretes Beispiel dafür benennen, dass die Problematik eben auch an den Preisen festzumachen ist. Seitdem es den Langnese-Familienblock gibt, ist dieser meist schnell ausverkauft, da hier auf Familien mit Kindern auch in der preislichen Gestaltung Rücksicht genommen wurde. Den Verantwortliochen würde ein Blick auf die Inanspruchnahme der Plätze genügen, um weitere Ursachenforschung betreiben zu können. Und das geht weiter bei der Preisgestaltung für Getränke und Speisen innerhalb des Stadions. Sie können sich ja selbst ausrechnen, was es kostet, wenn die lieben Kleinen und man selbst Hunger und Durst verspürt.

Solange sich da nichts tut und Berliner Einkommensverhältnissen angepasst wird, bleibt es bei den leeren Rängen. Es ist eben auch schwer zu vermitteln, wieso Spieler und Verantwortliche nach immer mehr Geld für den Fußball schreien und der normale Verdiener auf der Straße dafür aufkommen soll, dessen Lohn in den letzten Jahren real gesunken ist.

Michaela Schulz, Schöneiche

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