Leserbriefe : ICE-Reisende hätten befreit werden können

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Dem Tagesspiegel ist ausdrücklich zu danken, dass er an Hand der mehr als peinlichen Panne vom 30. April zwischen Heerstraße und Bahnhof Spandau immer wieder auf die Unzulänglichkeiten bei der DB AG bei unvorhergesehenen Zwischenfällen hinweist! Hier handelt es sich ja leider nicht um einen Einzelfall nur bei DB Fernverkehr – auch bei DB Regio und der BVG haben wir schon Ähnliches erlebt!

Offenbar gibt es „von oben“ in den BeförderungsUnternehmen keine sinnvollen Anweisungen, wie in einem solchen Fall zum Wohle der Fahrgäste verfahren werden soll. Schlimmer noch: Im Nachhinein wird versucht, Gerüchte auszustreuen, die nicht zutreffen: So fährt z.B. zwischen Heerstraße und Spandau der ICE nach Köln auf dem nordöstlichsten von vier Gleisen – eine Evakuierung der Fahrgäste über mitgeführte Leitern und mit Hilfe der herbeigerufenen Feuerwehr wäre gefahrlos ohne Überquerung von S-Bahn-Stromschienen an einer der vielen Straßenbrücken in diesem Bereich durchaus möglich gewesen! Dort fahren auch BVG-Busse, die Verbindungen zu Fernbahnhöfen wie Charlottenburg, Zoo oder Spandau schnell herstellen…

Besonders kritisch sehen wir die außerordentlich lange Zeit, die bis zum Eintreffen einer Abschlepplok verging: Circa drei Stunden für einen Katzensprung „um die Ecke“ aus der Abstellanlage Grunewald! Hier war offenbar zum Wochenend-Feierabend kein Lokführer aufzutreiben! Da schlagen dann halt die Börsen-bedingten Sparmaßnahmen des DB-Vorstandes voll durch! Wir fordern Herrn Mehdorn zum wiederholten Male nachdrücklich auf, endlich mit seinen Kunden zu sprechen – und zwar in einem Fahrgastbeirat, der diesen Namen auch verdient. Dann sind derartige Peinlichkeiten, die alle Seiten viel Geld und Ansehen kosten, zu vermeiden!

Jürgen Czarnetzki, Vorsitzender des Pro Bahn Landesverbandes Berlin/Brandenburg e.V.

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