Leserbriefe : Ignoranz oder Unfähigkeit?

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„Rechtschreibexperten fassen heißes Eisen an“ vom 22. Juli 2005

Die Groß und Kleinschreibung gehört keineswegs zu den „unstrittigen“ Teilen der Rechtschreibreform, sondern soll binnen eines Jahres überarbeitet werden. Damit erweist sich die bisherige Einteilung der Reform in „strittige“ und „unstrittige“ Bereiche als haltlos; die KMK hätte besser das Urteil des von ihr eingesetzten Rechtschreibrates abgewartet, als die Öffentlichkeit in einer trügerischen Sicherheit zu wiegen. Aber nicht nur das, die KMK ist nicht bereit einzusehen, sich geirrt zu haben: „Die Groß- und Kleinschreibung ist mit unserem Beschluss vom 23. Juni (. . .) von Änderungen vorerst ausgeschlossen“, so KMK-Präsidentin Wanka. Ist dies Unlogik, Ignoranz, Unfähigkeit oder Absicht?

Hans-Günter Wagner, Berlin-Zehlendorf

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