Leserbriefe : In erster Linie ging’s ums Sparen

-

„Kein Platz, zu wenig Lehrer“

vom 27. September 2006

Die in diesem Artikel geschilderten räumlichen Probleme habe ich schon von etlichen Schulen gehört. Die Bildungsverwaltung hat im vergangenen Jahr ein halbwegs funktionierendes System der Hortbetreuung zerschlagen und diese an die Schulen verlagert. Und nun sind natürlich die Schulen, die mit der Umsetzung dieses Gesetzes sicherlich im Regen stehen gelassen wurden, schuld an der Misere. Sie sind offensichtlich zu blöd, Unterricht und Freizeit eben anders zu organisieren, um mit dem vorhandenen Platz auszukommen (meint die Bildungsverwaltung von den praxisfernen Schreibtischen herab). Na, wenn’s weiter nichts ist, dann mal los. Vielleicht benötigt man ja externe Berater, um die Schulen auf den richtigen Weg zu bringen? Dafür könnte man das durch die Umstrukturierungen gesparte Geld doch zweckgebunden einsetzen. Und ums Sparen im Bildungshaushalt ging es doch sicherlich in erster Linie. Die Schulzeit von Herrn Naumann liegt sicherlich auch schon einige Tage zurück. Anderenfalls wüsste er, dass eine Turnhalle überhaupt nicht für die nachschulische Betreuung der Grundschüler zur Verfügung stehen kann, wenn die Schule sie sich, wie die Charlottenburger Schule, mit einer Oberschule teilen muss. Der reguläre Sportunterricht findet nämlich bis in die Nachmittagsstunden statt. Und auch an Grundschulen ist um 13.25 Uhr noch lange nicht Schluss.

Marina Schmidtchen,

Berlin-Lichterfelde

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben