Leserbriefe : Islamisten gehören nicht in die EU

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„Ankaras erster Mann in Europa“ vom 29. September 2005

Der türkische Wirtschaftsminister und Verhandlungsführer des Beitritts, Ali Babacan, wird in Ihrem Artikel als „gemäßigter Islamist“ bezeichnet. Einen gemäßigten Islamisten gibt es aber genauso wenig wie einen friedlichen Krieg. Der Unterschied zwischen einem normalen Muslim und einem Islamisten ist, dass Letzterer die Trennung von Staat und Religion bekämpft und eine Theokratie mit islamischer Rechtsprechung (Scharia) anstrebt. Ich finde es absurd, dass die EU Beitrittsverhandlungen mit einem Staat beginnt, der völkerrechtswidrig einen Teil seines Territoriums (Nordzypern) besetzt hält und keine Religionsfreiheit im eigenen Land zulässt.

Martin Kesting, BerlinNeukölln

„Ab 3. Oktober: EU verhandelt mit den Türken“ vom 29. September 2005

Ich hoffe sehr, dass das EU-Parlament die Türkei und ihr Volk zu einer anderen Haltung bewegen, anderenfalls aber das EU-Parlament die Aufnahme ungeachtet aller wirtschaftlichen Interessen der EU-Länder verhindert.

Die Türken wollen an der EU, deren Bevölkerung – bei allen gelegentlichen Schwachpunkten – nun einmal von der westlich abendländischen Kultur geprägt ist, teilhaben. Dann müssen sie auch – höchstmöglich – objektiv gewonnene Erkenntnisse der Wissenschaft anerkennen und sich nicht nach Belieben auf „orientalische Märchen“ zurückziehen.

Burkhard Weniger,

Berlin-Wilmersdorf

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