Leserbriefe : Jeder könnte satt werden

Zum Interview mit Paul Nolte

vom 27. September

Nach Angaben der Weltbank hatten im Jahr 2001 circa 1,1 Milliarden Menschen weniger als einen US-Dollar pro Tag zur Verfügung und sind damit extrem arm. Jeden Tag müssen circa 800 Millionen Menschen in den Entwicklungsländern an Hunger leiden. Jeden Tag sterben circa 24 000 Menschen an Hunger oder durch hungerbezogene Ursachen. Drei Viertel derer, die an Hunger sterben, sind Kinder im Alter von nicht einmal fünf Jahren. Zehn Prozent aller Kinder in den Entwicklungsländern sterben vor dem fünften Lebensjahr. Die meisten Hungertode geschehen durch chronische Unterernährung. Familien bekommen einfach nicht genug zu essen. Dies ist die Folge von extremer Armut. In Afrika ist der Anteil der Armen an der Bevölkerung am höchsten, südlich der Sahara hungert eine von drei Personen.

Wie kann Paul Nolte dann sagen: „Es wäre nichts gewonnen , wenn wir alle im nächsten Monat von 1000 Euro leben müssten und den Rest unseres Einkommens nach Afrika transferieren würden.“ Es würde Millionen Menschenleben retten, wenn wir finanziell reicheren Menschen jetzt mehr abgeben würden. Jeder Mensch könnte satt werden.

Daniel Ulzen, Berlin-Lankwitz

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