Leserbriefe : Journalistische (Un-)Tat für Palästina

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Betrifft: „Nachrichten von Allah“ vom 20. Juni 2004

Dieser Artikel ist zum Steinerweichen. Keine Propaganda, keine Hetze, kein Pulverdampf. Nur eine Sammlung von Fakten eines erniedrigten, erbärmlichen Lebens im von Israel seit 56 Jahren besetzten Land. Was sich dem Leser aus (noch) sicherer Entfernung an ununterbrochenem Leiden der 58jährigen Palästinenserin Aischa Ayyad auftut, berührt schmerzlich. Zum tiefen Mitgefühl gesellt sich Wut über die schreiende Ungerechtigkeit der vor Ort waffenstarrenden Mächtigen. Was wird dort den Menschen nur angetan? Aischa Ayyad wurde stellvertretend für alle betroffenen Flüchtlinge eine Stimme verliehen. Diese journalistische Tat ist groß, weil sie human ist.

Dr. Enrico Mönke, Berlin-Grunewald

Betrifft: „Nachrichten von Allah“ vom 20. Juni 2004

Der tränenreiche Artikel „Nachrichten von Allah“ über die Palästinenserin Aischa Ayyad hat mich zutiefst angewidert. In der üblichen propagandistischen Weise, wie man sie von arabischer Seite kennt, werden angebliche Leiden der Palästinenser beschrieben. Hat sich eines dieser „Opfer“ einmal klargemacht, dass es an seiner Situation selbst schuld ist? Was wollen die Araber? Wollen Sie etwa um Verständnis für die widerlichen Selbstmordattentäter werben, die ein ganzes (jüdisches) Volk dauerhaft in einem Zustand des Wahnsinns halten? Einen Artikel über den Seelenzustand der Israelis habe ich in Ihrer „unabhängigen“ Tageszeitung bis heute nicht gelesen.

Franz Müller, Wiesbaden

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