Leserbriefe : Kein Gespür mehr für den kleinen Mann

Zum Wechsel in der SPD-Spitze

Wer das Gewusel der SPD in den letzten Monaten bis zur Kanzlerkanditatenkür Steinmeiers mit dem scheinbaren durcheinander eines Bienen- oder Ameisenstaates vergleichen möchte, der tut den wertvollen Insekten zutiefst Unrecht! Diese wissen in weitaus größerer Zahl, als die Zahl der SPD-Mitglieder sehr wohl, was ihre differenzierten Aufgaben sind und vor allem kennen sie: ihr Ziel. Die ureigene Arbeiterpartei SPD scheint weniger mit Steinmeier aber umso mehr mit Müntefering die Verpackung des Produktes SPD in den Vordergrund zu stellen, als neue notwendige Inhalte für eine nachhaltige Zukunftsstrategie!

Dr. Udo Küppers, Bremen

Steinmeier und Müntefering stehen für die Agenda 2010, für den Fall Kurnaz, für den Kriegseinsatz in Afghanistan, für bloßen Machterhalt und Vetternwirtschaft in der nächsten großen Koalition ab 2009, denn mehr ist nicht drin! Leider riechen beide nicht nur nach der Fortsetzung Schröderscher Politik, nein, sie stinken regelrecht nach dem "elder salesman". Nach "primitivster, weil feiger, Verschwörungsmanier" wurde Beck der Dolch in den Rücken gestoßen; dadurch wird Lafontaines offenes Visier gegenüber Scharping nachträglich auf edelstes Niveau gehoben! An Andrea Nahles kann nachhaltig studiert werden: Ämter korrumpieren!

Klaus Katzur, Berlin-Zehlendorf

Die SPD, aber auch alle anderen Parteien, sollten sich einmal überlegen wie ihr Personalumgang nach außen wirkt. Wer würde sich in ein Krankenhaus oder auch nur ein Flugzeug begeben wollen, das jährlich die Leitung auswechselt? Das funktioniert nur so lange, wie alle Krankenhäuser und Airlines gleichermaßen schlecht sind.

Manfred Neumann, Berlin-Lichterfelde

Kurt Beck war der einzige wirklich anständige Mensch in der derzeitigen SPD-Führung. Im Gegensatz zu allen anderen war und ist er tatsächlich nah bei den Menschen. Ich werde auf keiner Ebene jemals wieder SPD wählen, weil ihr die Solidarität und das Gespür für die Arbeitnehmer und den sogenannten kleinen Mann verloren gegangen ist. Die SPD ist dem Ende vom Anfang ihres Endes ein weiteres Stück näher gekommen.

Wolfgang Schuchardt, Berlin-Steglitz

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