Leserbriefe : Koalition verspricht keine goldene Zukunft

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„Der Koalitionsvertrag steht“

vom 12. November 2005

Wenn man von dem personellen Getöse bei CDU und SPD einmal absieht, so ist eines an diesen Koalitionsverhandlungen doch erstaunlich: Zum ersten Mal versprechen die Politiker nicht mehr, dass alles besser wird. Ich denke, das ist ein dramatischer Wandel: Die Mentalität dieser Republik verändert sich vom rheinischen Katholizismus („Et kütt wie et kütt“) zum preußischen Protestantismus („Ich bin der erste Diener des Staates.“). Diese Veränderung, ausgelöst durch Wiedervereinigung und Regierungsumzug, kulminiert in der Tatsache, dass sich der bayerische König beleidigt zurückzieht und zwei preußisch-protestantische Fürsten die Geschicke des Landes lenken.

Peter Kleimeier, Berlin-Friedenau

„Schwarz und Rot sind sich fast einig“

vom 11. November 2005

Haben in unseren zu erwartenden Regierungsparteien nur Wirtschaftsignoranten das Sagen?

Wenn von den ca. 21000 Betroffenen „Superreichen“ nur fünf Prozent, d.h. etwa 1000 das Land verlassen, ist der zu erwartende Steuergewinn nicht nur mehr als verloren, da die bisherige Steuer ja auch wegfällt, sondern das bisherige Kapital dieser Steuerflüchtlinge geht zusätzlich der Inlandswirtschaft verloren – auch das bisherige von der Steuer übrig gebliebene! Was ist von den Steuervereinfachungen, zum Beispiel mit lediglich 1, 2, 3 oder von mir aus auch vier Steuersätzen übrig geblieben?

Dr. Gert-Heinz Hirschmann,

Berlin-Zehlendorf

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