Leserbriefe : „Koffie-Shops“ würden Steuern bringen

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„Kiffen erlaubt, aber Hasch bleibt

verboten“ vom 14. Dezember 2005

Während meines Aufenthalts in den Niederlanden habe ich beobachtet, dass ein Großteil des Cannabis von Touristen konsumiert wird (wahrscheinlich bis zu fünfzig Prozent) oder von Ausländern, die in den Niederlanden sesshaft sind (wie ich es war). Das Argument, dass sich die Anzahl von „Koffie-Shops“ in den Niederlanden reduziert hat, würde ich eher als Anzeichen dafür werten, das der Cannabiskonsum zurückgegangen ist, und nicht anders herum. Nachfrage regelt immer noch das Angebot. So gesehen denke ich, dass es eine großartige Idee wäre, Cannabis zu legalisieren. Zum einen würde der Staat bzw. das Bundesland Berlin endlich mit Umsatzsteuer oder sonstigen Steuern an dem Drogenkonsum verdienen. Des Weiteren würden Drogendealer zu Cafébesitzern werden und ebenfalls Steuern zahlen – ein guter Verdienst für den Staat und eine Finanzspritze für die bankrotte Stadt.

Benjamin Hopmann,

Prag (Tschechische Republik)

„Mit 14 Jahren hat schon jeder Dritte Cannabis geraucht“ vom 13. und „Kiffen erlaubt, aber Haschisch bleibt verboten“ vom 14. Dezember 2005

Die Sozialsenatorin, Frau Knake-Werner, nennt als Grund für den hohen Cannabiskonsum in Berlin die Möglichkeit zur leichten Beschaffung von Cannabis. Damit hat sie Recht. Sie selbst hat dafür gesorgt, dass sich daran auch nichts ändern wird: 1995 hatte der Berliner Senat den Besitz von sechs Gramm Cannabis straffrei gestellt. Eine fatale Entscheidung. Seit dieser Zeit wird in den Medien zunehmend der Cannabiskonsum bei immer jüngeren Schülern beklagt. Welches dringende Bedürfnis bestand, im April dieses Jahres den Wert auf zehn bzw. 15 Gramm (etwa 30 Joints!) zu erhöhen? Gibt es tatsächlich derart phantasielose Politiker, die sich nicht vorstellen können, dass eine solche Einladung zum Kiffen von Jugendlichen auch so verstanden wird? Wäre in diesem Fall ein klares Verbot nicht die wirksamere Prävention?!

Jürgen Kopp, Berlin-Spandau

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