Leserbriefe : Kopftuch im Gericht

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Betrifft: „Richter darf Kopftuch im Sitzungssaal verbieten“ vom 24. März

Wohin sollen denn Verbote solcher Art in einem demokratischen Land noch führen? Irgendwann dazu, dass muslimische Frauen gar nicht mehr auf die Straße dürfen. Können die Politiker nicht endlich mal das Kopftuchproblem beiseite legen? Damit wird nur soziale Unruhe in der Gesellschaft erzeugt. Was diese Frauen jeden Tag erleben, herabgewürdigt, bespuckt, beleidigt, beschimpft im Gerichtssaal, auf der Straße, in der U-Bahn, beim Einkaufen . . . Nur weil sie einen bestimmte Glauben haben und ihn ausüben. Die Unterdrückung der Frau und weitere Gründe sind doch nur Scheinargumente. Denn die meisten Frauen tragen das Tuch (vor allem in Deutschland) freiwillig. Sicherlich gibt es Frauen, die dazu gezwungen werden. Die ist meiner Meinung nach die Minderheit. Keiner weiß genau, ob Kopftuchtragen nicht doch eher eine freiwillige Entscheidung ist. Denn der Islam zwingt niemanden zu etwas. Höchstens die Regime.

Ayla Mert, Berlin-Tegel

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