Leserbriefe : Krebsvorsorge ist wichtig

-

„Den optimalen Test gibt es nicht“

vom 14. November 2005

Dass der PSA-Test zur Früherkennung von Prostata-Krebs „nicht geeignet“ sein soll, hat mich überrascht. Ich selbst wäre jedenfalls heute nicht mehr in der Lage, diesen Leserbrief zu schreiben, wenn ich diesen Test im Rahmen regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen vernachlässigt hätte.

Als besagter Wert 1998 kontinuierlich angestiegen war und eine kritische Marke überschritten hatte, diagnostizierte mein Urologe nach Entnahme von Gewebeproben Krebs im Frühstadium. Da ich gerade erlebt hatte, unter welch entsetzlichen Leiden ein Kollege an Prostata-Krebs gestorben war, zögerte ich nicht, mich von dieser tickenden Zeitbombe befreien zu lassen. Der Operateur meinte später, ich sei „nicht zu früh gekommen“, denn „das Beste“ hätte der Urologe mit seiner Biopsie gar nicht getroffen. Der Tumor sei kurz vor dem Durchbrechen gewesen.

In meinem Fall war der PSA-Test also letztendlich lebensrettend und damit doch sehr wohl „sehr geeignet“.

Dr. jur. Eckhart Dietrich, Vorsitzender Richter am Kammergericht a.D.,

Berlin-Frohnau

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben