Leserbriefe : Krrritik auf dem Sofa

Zur Berichterstattung über Reich-Ranicki, Heidenreich und den Fernsehpreis

Ein dreifaches „Hoch!" Herrn Reich-Ranicki. Bei der Druckpresse hat man schließlich ja auch einerseits die seriösen Zeitungen und Magazine, andrerseits die Boulevard- und Regenbogenpresse. Bei den ersten informiert man sich, bei der letzteren, so man/frau das will, amüsiert man/frau sich bzw. schlägt die Zeit tot. Die gleiche Rollenverteilung sollte es auch zwischen öffentlich-rechtlichem und privatem Fernsehen geben, dafür zahlt der Zuschauer schließlich GEZ-Gebühren.

Waruno Mahdi, Berlin-Neukölln

Der geringe kulturelle und intellektuelle Anspruch unserer Fernsehsender ist doch eine zwangsläufige und damals vorhergesehene Folge der von den marktorientierten politischen Kräften unserer Gesellschaft durchgesetzten Zulassung von Privatsendern, die sich wegen der Werbeeinnahmen ausschließlich an den geringen intellektuellen Bedürfnissen der breiten Masse orientieren. Wobei sicher nicht zu verkennen ist, dass die öffentlich-rechtlichen Anstalten früher oft ein Eigenleben geführt haben, welches mit einem langweiligen Programm an den Wünschen der Zuschauer vorbei ging. Aber da steckte das Fernsehen noch in den Kinderschuhen. Vor diesem Hintergrund kann man sich nur freuen, dass mit Herrn Reich-Ranicki mal jemand den Mut hatte, den Fernsehmachern öffentlich zu sagen, was für einen dümmlichen und primitiven Mist sie, nur um die Zuschauerquoten um der Werbeeinnahmen willen zu erhöhen oder auch zu halten, meistens produzieren.

Klaus Kiesler, Berlin-Frohnau

Oh wie wunderschön, dass es in diesem Land noch mutige Menschen wie Elke Heidenreich gibt, die kompromisslos und frei äußern, was sie denken und was der Wahrheit entspricht. Noch dazu ohne Angst vor Rausschmiss beim ZDF. Sagenhaft! Wäre Deutschland mit mehr solchen Menschen 1938 gesegnet gewesen, hätten die Nazischergen nie eine Chance gehabt. Was Gottschalk anbelangt, so soll er sich darauf beschränken, weiter Gummibärchen zu verkaufen. Eine Fehlbesetzung ohnegleichen!

Maitri Hillebrecht,

Berlin Schmargendorf

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