Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

STADTTEILE

„Ratlos in Reinickendorf“

von Harald Martenstein vom 29. Juli

Als Reinickendorferin möchte ich mich heute zu dem Artikel äußern. Wo hat der Autor recherchiert? Nur in der Residenzstraße oder Industriebranchen etc.? Reinickendorf hat weit mehr zu bieten: Tegel mit Schloss, See, Wald, das Fließtal, Dorf Lübars und vieles mehr wäre aufzuzählen. Zum Glück wissen wir Reinickendorfer was wir an unserem Bezirk haben.

Helga Schatz, Berlin-Hermsdorf

STAATSEINNAHMEN

„Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei – Münchens Finanzamtsposse vor Gericht“ von Mirko Weber vom 26. Juli und „Steuern für den Bund sprudeln“ vom 20. Juli

Könnten Sie mal nachfragen ob in den sprudelnden Steuereinnahmen schon die zwei Milliarden Steuern enthalten sind, die die Münchner Imbissbudenbesitzerin zahlen muss, oder wenigstens die Hälfte der Steuerberatergebühren von 2,5 Millionen Euro die das gleiche Finanzamt bei der nächsten Steuererklärung des Steuerberaters einkassiert?

Dass die Sache jetzt vor Gericht ausgefochten wird ist eigentlich belanglos: Erst einmal kommt das Ping-Pong-Spiel mit Urteil und Einspruch. Und was letztendlich entschieden wird ist für das Finanzamt noch längst nicht bindend.

Manfred Bergmann, Berlin-Nikolassee

WELTERBE

Zum Streit um die geplante

Waldschlösschenbrücke in Dresden

Vor nicht allzu langer Zeit ist es Dresdner Künstlern gelungen, durch Fantasie und Kreativität einen großen Begeisterungswillen unter der Dresdner Bevölkerung für das Projekt des Wiederaufbaus der Frauenkirche zu erzeugen. Die Stadt hatte sich als eines der großen Kunst- und Bildungszentren in Deutschland eindrucksvoll zurückgemeldet.

Jetzt aber scheint das Umgekehrte der Fall zu sein. Die Stadt Dresden fällt durch ihre Planung der Waldschlösschenbrücke in provinzielle Mittelmäßigkeit zurück. Der Unesco-Status der Stadt, die zum Weltkulturerbe gehört, ist in großer Gefahr, weil bürokratische Planer nicht in der Lage sind, ein Verkehrsprojekt so zu verwirklichen, dass es mit dem Kulturerbestatus vereinbar ist.

Noch einmal sollten hier die Dresdner Bürger dafür kämpfen, dass ihre schöne Stadt nicht zur Provinzstadt herabsinkt.

Ingeborg Scheffer-Siedschlag,

Berlin-Schöneberg

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