Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

RUNDFUNK

„Radio Fritz entlässt Moderatoren“

vom 8. August

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg tut sich keinen Gefallen damit, den Jugendwahn der kommerziellen Konkurrenz zu kopieren. Eine öffentlich-rechtliche Einrichtung hat nur dann ihre Existenzberechtigung, wenn sie sich grundlegend von der Privatwirtschaft unterscheidet.

Rasmus Ph. Helt, Hamburg

PLÄTZE

„Ein Platz erhält den Namen

von Hildegard Knef“ vom 5. August

Wunderbar, dass Berlin sein Hildchen ehren will. Nur welchen Platz hat man sich dafür ausgesucht! Nichts gegen den Bahnhof Südkreuz. Aber dem ungeachtet aller anderen Charakteristika doch auch in erster Linie glamourösen Weltstar, la Knef, der Diva, wird ein Bahnhofsvorplatz im Berliner Südwesten nun wirklich nicht gerecht. Sie war ein Film- und Gesangsstar. Deutschland und Berlin hatten davon beklagenswert wenige. Wo hätte „unser Hildchen“ besser hingepasst als zu „unserer großen Marlene“? Hildegard Knef ist schon über fünf Jahre tot. Ich bitte darum, jetzt noch einmal nachzudenken. So viel Zeit würde sie ihrem Berlin mit Sicherheit zubilligen.

Juliane Freifrau von Friesen, Senatorin a. D., Vorsitzende des Landesfrauenrates Berlin e. V., Berlin-Wilmersdorf

GEBÄUDE

Zur Berichterstattung über

die Neue Nationalgalerie

Mit großer Freude habe ich mir die Ausstellung „Die schönsten Franzosen kommen aus New York“ angesehen. Eine Ausstellung in einem so fantastischen Gebäude wie der Neuen Nationalgalerie ist schon sehr beeindruckend. Umso mehr macht es einen wütend, wenn man sich den Zustand der Nationalgalerie auf der Außenseite mal etwas genauer ansieht: Die Stahlprofile im Sockelbereich sind an vielen Stellen verrostet, Elektrokabel und Verteilerdosen sind lieblos zwischen den Stahlprofilen der Glaselemente verlegt oder verschraubt, ein neuer Anstrich wäre dringend erforderlich und so weiter.

Jede andere Stadt wäre froh, ein solches Gebäude von einem der größten deutschen Architekten zu haben. Anstatt viel Geld in neue gigantische Bauprojekte wie zum Beispiel das Stadtschloss zu stecken, sollte man das Geld lieber für die Unterhaltung und Instandsetzung bestehender Gebäude von herausragender Bedeutung stecken. Es ist ein Armutszeugnis für Berlin, wie mit einigen Kulturstätten umgegangen wird.

Helwig Hasecke, Berlin-Friedenau

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